USA Wahlen 2016

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Die Art, wie Donald Trump seit nun gut zehn Monaten sein Amt führt, hat viele in Asien verunsichert, verärgert und verletzt. Verunsichert hat sein schwankender Umgang mit Sicherheitspartnerschaften, verärgert hat sein Rückzug aus Handelsvorhaben, die als felsenfest und fortschrittlich galten, und verletzt haben seine teils dümmlichen Kommentare auf Twitter. Nun besucht der amerikanische Präsident Ostasien. Er macht in Japan, Südkorea, China, Vietnam und auf den Philippinen halt und wird an drei Gipfeln teilnehmen: am Wirtschaftsgipfel der Pazifik-Anrainer in Vietnam (Apec), am Treffen der zehn Länder Südostasiens (Asean) auf den Philippinen, und - nach der Rücknahme seiner Absage - am Ostasien-Gipfel (EAS). (faz)


Donald Trump hatten nur wenige auf der Rechnung, als er der Führung der Republikaner und deren Geldgebern einen Strich durch die Rechnung machte und ihre Favoriten für die Präsidentschaftskandidatur zusammenfaltete. Doch schon im Winter 2015 und im Frühjahr 2016 war offenkundig, dass es in der amerikanischen Gesellschaft brodelte. Ein «populistischer Aufstand» war in Gang gekommen, und Trump war dessen Profiteur und Anheizer. Diesem Aufstand und dieser Revolte gegen «die» Eliten in Politik, Wirtschaft und Kultur verdankt der Immobilienmilliardär, dem selbst unflätigste Sprüche und niederträchtige Hetzparolen nichts anhaben konnten, den Einzug ins Weiße Haus. Donald Trump wurde mit seinem Wahlsieg vor einem Jahr am 8. November 2016 der 45. Präsident der Vereinigten Staaten. (faz)

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