Europa

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Die Rechtspopulisten sind die mächtigste Kraft. Fremdenfeindliche und zum Teil auch offen rassistischen Parolen haben den Wahlkampf geprägt und dem rechten Lager am Sonntag, 4. März 2018, einen Triumph gebracht. In diesem Lager ist die Lega von Matteo Salvini die stärkste Kraft. Die Fünf Sterne glänzen. Die Protestpartei der Cinque Stelle hat die meisten Stimmen von allen Parteien. Dass ihr Listenführer Luigi Di Maio wenig politische Erfahrung und kaum einen beruflichen Leistungsausweis hat, erscheint den Protestwählern offenbar als Vorteil; er hat sich bisher nicht im Schlamm der Politik beschmutzt. Berlusconi glänzt weniger. Dem früheren Regierungschef Silvio Berlusconi sind nicht so viele Wähler erneut auf den Leim gegangen, wie zeitweise zu befürchten schien. Renzi wird abgestraft. Der regierende Partito Democratico erleidet eine Wahlschlappe, die Linksallianz liegt weit hinter der Rechtsallianz und den Cinque Stelle zurück. Offenbar haben die Wähler genug vom früheren Regierungschef Matteo Renzi, der vielen als allzu selbstherrlich erscheint. (nzz)


Premierministerin Theresa May hat am 29. März offiziell den Austritt ihres Landes aus der EU verkündet. Theresa May muss innerhalb von nur zwei Jahren die Austrittsverhandlungen mit der EU zum Abschluss bringen. Dies wird keine leichte Aufgabe sein. Die britischen EU-Gegner fordern, auf den eigenen Interessen zu beharren und gegenüber der EU nicht einzuknicken. Die Proeuropäer hingegen werden sich bestätigt fühlen, falls die Brexit-Verhandlungen stocken. Zudem steht die Drohung einer erneuten Unabhängigkeitsabstimmung aus Schottland im Raum. Am Montag, 19. Juni 2017, habe die Verhandlungen über den Brexit begonnen. Das britische Team wird von David Davis geführt, dem Minister für den Ausstieg aus der Europäischen Union. Ihm gegenüber wird Michel Barnier Platz nehmen, der im Auftrag von 27 Staats- und Regierungschefs verhandelt. (nzz/faz)

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