«Der Zug» (Everlasting) von Kazuma Obara im «Schwarzen Montag»

29.03.2016

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In den 1970er-Jahren wurde in der Sowjetunion die Stadt Pripyat, Ukraine, gebaut, um das Kernkraftwerk Tschernobyl zu errichten. Nach der Nuklearkatastrophe vom 26. April 1986 entstand am Rand der 30-km-Sperrzone die Stadt Slavutych. Von hier aus wurden die Aufräumarbeiten um den havarierten Reaktorblock 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl vorangetrieben und die anderen drei Reaktoren weiterbetrieben. Erst im Jahr 2000 wurden alle Reaktorblöcke vollständig abgeschaltet. Noch immer fahren jeden Tag Menschen zur Arbeit in die Sperrzone nach Semikhody, wie der Bahnhof direkt beim Kernkraftwerk Tschernobyl genannt wird.

Kazuma Obara ist insgesamt viermal, zu jeder Jahreszeit, mit dem Zug von Slavutych aus mitgefahren. In seiner Arbeit portraitiert er Menschen in diesen Zügen und zeigt, was sie sehen, wenn sie aus dem Zugfenster blicken: ein entvölkertes Sperrgebiet, das sich während Generationen nicht verändern wird.

Der japanische Fotograf Kazuma Obara studierte 2015 am London College of Communication Fotojournalismus und Dokumentarfotografie, wobei er immer wieder nach Tschernobyl reiste. Seine dort realisierte Arbeit «Exposure» wurde von World Press Photo 2016 ausgezeichnet (1.Preis in der Kategorie Portraits von Menschen).

Zur Veranstaltung «Schwarzer Montag» erscheint die Zeitung «Der Zug». Die Zeitung kann im Westflügel bezogen oder hier kostenlos bestellt werden.

Die Bilder zu «Der Zug» von Kazuma Obara sind bis Montag, 30. Mai 2016, im Westflügel zu sehen.

 
«Schwarzer Montag» im Westflügel, Viaduktstrasse 21, 8005 Zürich
www.schwarzermontag.ch  |  schwarzermontag@keystone.ch

 

 

 

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