Yvain Genevay ist Swiss Press Photographer of the Year

15.04.2015

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Die syrische Flüchtlingsfamilie Jneid trauert um ihr jüngstes Kind - Photo by Yvain Genevay

 

Mit diesem Bild ist der Waadtländer Fotograf Yvain Genevay zum Schweizer Fotograf des Jahres gekürt worden. Er hat die Auszeichnung «Swiss Press Photo» für seine Bildserie einer trauernden syrischen Flüchtlingsfamilie in der Kategorie Aktualität gewonnen.

Die Wahl dürfte der internationalen Jury nicht einfach gefallen ein. 221 Fotografinnen und Fotografen reichten insgesamt 3147 Bilder ein.

Der Fall der syrischen Familie hatte vergangenen Sommer Schlagzeilen gemacht. Die schwangere Frau hatte nach einer Rückführung durch die Schweiz nach Italien eine Fehlgeburt erlitten. Die Familie warf den Schweizer Grenzwächtern vor, nicht die nötige Hilfe erhalten zu haben. Die Militärjustiz leitete daraufhin eine Untersuchung ein. Genevay's Bilder entstanden im Nachgang zum tragischen Ereignis. Sie zeigen die trauernde Familie und das Grab des Kindes. Erschienen waren die Fotografien in der Westschweizer Zeitung "Le Matin Dimanche".

Die Auszeichnung «Swiss Press Photo» in der Kategorie Alltag wurde von Stephanie Borcard und Nicolas Metraux gewonne, die Kategorie Schweizer Reportagen von Helumt Wachter, die Kategorie Portrait von Flavia Leuenberger, die Kategorie Sport von Annick Ramp und die Kategorie Ausland von Jean Revillard. Herzliche Gratulation!

Zur Auswahl der prämierten Bilder >

 

«Pflanzenkunde» von Hans Hansen im Schwarzen Montag

30.03.2015

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Ohne Titel, 2007 - Photo by Hans Hansen

 

Der «Schwarze Montag» zeigt ab Montag, 30. März 2015, im Westflügel, Viaduktstrasse 21, 8005 Zürich, fünf grossformatige Bilder von Hans Hansen aus der Serie «Pflanzenkunde». Hans Hansen ist am Montag, 30. März 2015, zur Eröffnung ab 18 Uhr im Westflügel anwesend.

 

Zweifellos handelt die Fotografie von Hans Hansen von der Reduktion zur Einfachheit, fast schon zur Strenge. Doch damit wird man dem wohl bedeutendsten deutschen Produkt- und Sachfotografen unserer Zeit nicht gerecht. Hans Hansen rückt mit seinem Blick die Dinge ans Licht und schenkt ihnen ein Bild, auf dem wir erst wahrnehmen können, was diese Objekte, meist alltägliche Produkte, ausmacht.

Er verwendet eine ihm eigene Betrachtungsweise und Lichtführung, ein von ihm geschaffenes System von Ordnung und Anordnung. Mit einer unglaublichen Präzision vermag er damit das Wesen der fotografierten Objekte ins Zweidimensionale zu übersetzen, einfach und direkt, feinfühlig und ganz und gar sinnlich. Diese Gegenstände müssen fraglos eine Seele haben, die wir erst in Hansens Abbild in ihrer Poesie begreifen können.

Die im Schwarzen Montag gezeigten Bilder sind erst zum zweiten Mal überhaupt öffentlich zu sehen. Die «Pflanzenkunde» ist bis zum 2. Mai 2015 im Westflügel anzutreffen.

 

«Schwarzer Montag» im Westflügel, Viaduktstrasse 21, 8005 Zürich
www.schwarzermontag.ch  |  schwarzermontag@keystone.ch 

 

 

Der 19. vfg Nachwuchsförderpreis für Fotografie ist lanciert

18.03.2015

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Bis zum 30. April 2015 können Jungtalente ihre Fotoarbeiten zu einem frei wählbaren Thema beim vfg Nachwuchsförderpreis für Fotografie einreichen.

Eine professionelle Jury wird am 27. Juni 2015 im KEYSTONE Foyer aus allen Eingaben die zehn Besten auswählen. Die prämierten Arbeiten werden dann ab diesem Herbst in einer Wanderausstellung in Zürich, Lausanne, Winterthur, Basel und Stuttgart dem interessierten Publikum gezeigt.

KEYSTONE engagiert sich für talentierte Jungfotografinnen und Jungfotografen und unterstützt den Nachwuchs durch die Ausrichtung des Hauptpreises des vfg Nachwuchsförderpreises für Fotografie. Mit diesem Preis erhalten junge Fotografinnen und Fotografen eine Plattform, um ihre Arbeiten einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren.

Infos und Teilnahmebedingungen zum 19.vfg Nachwuchsförderpreis.

 

 

 

Der Schwarze Montag zeigt «Willi Ruge - Der Mann hinter der Kamera»

02.03.2015

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Image ID 210057012 - Photo by Willi Ruge | IBA-Archiv | KEYSTONE 

 

Der «Schwarze Montag» zeigt ab Montag, 2. März 2015, im Westflügel, Viaduktstrasse 21, 8005 Zürich, acht Bilder aus der Serie «Der Mann hinter der Kamera» von Willi Ruge.

 

Da gibt einer Anweisungen und man ist versucht, den Kopf etwas nach rechts zu rücken und ein Lächeln aufzusetzen. Willi Ruge ist der Mann hinter der Kamera und er ist gleichzeitig der Autor der Bilder. Auf jedem Bild ist er zusammen mit seiner Kamera sichtbar. Er gestikuliert, heftig und sanft, expressiv, wie die Stadt, die ihren Mörder sucht. Es sind Selbstporträts, nur verweisen sie nicht auf den Fotografierten selbst, sondern treten in einen lebhaften Dialog mit dem Betrachter und weisen ihn an, an etwas Nettes zu denken und nicht nervös zu werden.

Also gnädige Frau, denken Sie mal an etwas ganz Nettes.  – Ihr Köpfchen etwas nach rechts. – So, nun etwas höher. – Ja, schon ganz nett, gnädige Frau. – Bitte nicht nervös werden. – Aber warum wieder so ernst? – Nein, so geht das nicht. – Also fangen wir noch einmal an. – Lächeln, lächeln, lächeln, bitte. – Dürfte ich Sie etwas nach links bitten? – Sie haben doch einen entzückenden Mund. – Ganz vorzüglich. – Ja, ja, das ist die Stellung. – Aufnahme. – Verbindlichsten Dank, gnädige Frau.

Das Minenspiel von Willi Ruge (1892-1961) stammt aus den frühen 1930er Jahren. Es ist wenig zu Willi Ruge publiziert worden. Wir möchten auf einen Beitrag von Ute Eskildsen hinweisen, der soeben im Buch «OBJECT: PHOTO. Modern Photographs: The Thomas Walther Collection 1909-1949» erschienen ist.

Ute Eskildsen wird am 2. März 2015 im «Schwarzen Montag» anlässlich der Vernissage von «Willi Ruge – Der Mann hinter der Kamera» in das Werk von Willi Ruge einführen. Ute Eskildsen, die langjährige Leiterin der Fotografischen Sammlung am Museum Folkwang in Essen, ist Kuratorin namhafter Fotografie-Ausstellungen.

 

«Schwarzer Montag» im Westflügel, Viaduktstrasse 21, 8005 Zürich
www.schwarzermontag.ch  |  schwarzermontag@keystone.ch 

 

 

LUNAX holt den Mond vom Himmel.

25.02.2015

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Photo © Dominic Büttner / Lunax

Neun unabhängige Fotografinnen und Fotografen gründen die Bildagentur LUNAX. Damit leisten sie einen Beitrag zur Vielfältigkeit des Bildangebots in der Schweiz.

Sich auf den Weg machen, um den Mond vom Himmel zu holen – ungefähr so muss der wagemutige Versuch von neun unabhängige Schweizer Fotografinnen und Fotografen beschrieben werden, die zusammen die Bildagentur LUNAX gründen:

Sabina Bobst, Annette Boutellier, Dominic Büttner, Béatrice Devènes, Dominique Meienberg, Caroline Minjolle, Marion Nitsch, Fridolin Walcher und Marco Zanoni.

Ihre Erfahrung im Bereich Medien und Unternehmenskommunikation, Auftragsfotografie, Reportage, Architektur und Werbung ermöglicht es ihnen, visuelle Projekte einfühlsam, kreativ und präzise umzusetzen. Sie machen dies frei oder im Auftrag, allein oder im Kollektiv, aber immer einer authentischen und persönlichen Autorenfotografie verpflichtet – für alle, die an einem anderen Blick Interesse haben.

LUNAX positioniert sich als Schweizer Fotografenagentur, in der jede Autorin und jeder Autor eine individuelle Vorstellung von Fotografie verwirklicht. Mit ihrer Autorenfotografie stellen sich die neun Fotografinnen und Fotografen gegen einen von austauschbaren und standardisierten Bildern gesättigten Markt.

Für die Geschäftsleitung von LUNAX verpflichten sich Malin Fluri und Sascha Renner. Zusammen verfügen sie über eine breite Erfahrung im Bereich der Fotografie und bringen ein grosses Netzwerk in den Aufbau der Agentur mit ein.

LUNAX
Grubenstrasse 45
CH-8045 Zürich

Tel 044 200 14 00

www.lunax.ch
news@lunax.ch

LUNAX ist eine Marke von EQ Images AG.

vfg Bildersoirée mit Bettina Flitner (Freier und Prostituierte) und Roland Iselin (Sex Kinos)

24.02.2015

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«Freier und Prostituierte» © Bettina Flitner (oben), «Sex Kinos» © Roland Iselin (unten)

Für ihre Arbeit «Freier» verbrachte die Kölner Fotografin Bettina Flitner zehn Tage in einem Grossbordell in Stuttgart. Sie fragte die Gäste des Hauses: «Warum sind Sie hier?» Die Männer, zwischen 23 und 73, antworteten - und liessen sich auf den Betten fotografieren. Anschliessend realisierte sie ihre Serie «Prostituierte».

Der in Zürich lebende Fotograf Roland Iselin sagt zu seiner Arbeit «Sex Kinos»: «Ich besuchte Sex Kinos während den frühen Morgenstunden. Längst gegangen waren die regulären Besucher, nur die Putzequipe war noch da. Mich interessierte die Topografie der Sex Kinos. Und die Spuren, welche die Besucher hinterlassen haben.»

Dienstag, 24. Februar 2015, Bar 19 Uhr, Präsentationen 19:30 Uhr

KEYSTONE Foyer, 4. Stock,  Grubenstrasse 45,  8045 Zürich

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Die vfg Bildersoirée, eine Veranstaltung der vfg vereinigung fotografischer gestalterInnen, ist ein Forum der Diskussion, Information und Vernetzung für professionelle Bildermacher. Fotografinnen und Fotografen zeigen Bilder aus Projekten, Kampagnen und Reportagen, stellen diese zur Diskussion und sich selber vor. Eine Möglichkeit, Bemerkenswertes weiterzugeben, fundierte Kritik zu erhalten und Namen mit Bildern zu verbinden.

 

 



Kontakt

KEYSTONE AG
Grubenstrasse 45
CH - 8045 Zürich

Tel   +41 44 200 13 00
Fax  +41 44 200 13 05
info@keystone.ch


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