Christof Schürpf gewinnt Swiss Photo Award

15.05.2015

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242761287 - «Fotoalbum», Bild aus der Serie zum Thema Kindsmissbrauch - Photo by KEYSTONE | Christof Schürpf

 

Der Fotograf Christof Schürpf hat den Swiss Photo Award in der Kategorie «Editorial» gewonnen. Die Bildserie des Luzerner Fotografen zum Thema Kindsmissbrauch entstand im Auftrag von KEYSTONE.

Hauptgewicht bei der Erarbeitung des Themas wurde auf die Konzeption und Planung gelegt. Die Bilder sollten die Thematik auf keinen Fall beschönigen. Sie sollten bloss einen Hinweis zum Geschehnis geben, so dass der Betrachter sich selbst ausmalen muss, was tatsächlich passiert sein könnte. Christof Schürpf ist auf die Fotografie von realitätsnah inszenierten Bildern spezialisiert.

«Die Stärke der Gewinnerserie der Kategorie «Editorial» von Christof Schürpf ist hingegen, mit einem Bild ein Thema unverkennbar zu symbolisieren. Das Thema Kindsmissbrauch wird hier auf feine Weise dargestellt, ohne hart oder gar grob zu werden.» schreibt Katrin Schregenberger in der NZZ vom 15. Mai 2015.

Die Bildserie zum Thema Kindsmissbrauch ist noch bis zum 31. Mai 2015 im ewz-Unterwerk Selnau in Zürich zusammen mit den Gewinner-Bildern aller Kategorien des Swiss Photo Award 2015 zu sehen.

 

Mads Nissen in Zürich

04.05.2015

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Jon and Alex, St. Petersburg, Russland, 19.05.2014 – Photo by Mads Nissen

 

Die Jury von «World Press Photo 15» hat das Bild von Jon und Alex in St. Petersburg, Russland, zum Pressebild des Jahres (World Press Photo of the Year) gemacht. Es ist Teil einer Reportage des dänischen Fotografen Mads Nissen, der seit 2013 die Bedrohung von Homosexuellen und jenen, die davon betroffen sind, dokumentiert. Seine Bilder erzählen von russischen Gerichtssälen, in denen Aktivisten für die Rechte von Homosexuellen verhört werden, von Nachtklubs, wo sich Schwule treffen, aber auch von einer lesbischen Familie, die aufgrund ihrer bekennenden sexuellen Ausrichtung in Angst lebt, ihre Kinder weggeben zu müssen.

Während die Ausstellung «World Press Photo 15» im Folium - Alte Sihlpapierfabrik, Sihlcity, vom 7. - 31. Mai 2015 das World Press Photo of the Year zeigt, ist im «Schwarzen Montag» im Westflügel, Viaduktstrasse 21, vom 4. – 30. Mai 2015 nicht nur das Bild von Jon und Alex zu sehen, sondern die ganze Reportage «Homophobie in Russland» von Mads Nissen.

 

Wer Mads Nissen in Zürich erleben will : Am Montag, 4. Mai 2015, ab 18 Uhr, ist Mads Nissen im Westflügel anwesend und führt in seine Arbeit ein.

Bei der Eröffnung der Ausstellung «World Press Photo 15» am Mittwoch, 6. Mai 2015, wird Mads Nissen nicht teilnehmen können, da er an diesem Tag die Hochzeit von Dmitry in Kopenhagen fotografieren wird.


Yvain Genevay ist Swiss Press Photographer of the Year

15.04.2015

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Die syrische Flüchtlingsfamilie Jneid trauert um ihr jüngstes Kind - Photo by Yvain Genevay

 

Mit diesem Bild ist der Waadtländer Fotograf Yvain Genevay zum Schweizer Fotograf des Jahres gekürt worden. Er hat die Auszeichnung «Swiss Press Photo» für seine Bildserie einer trauernden syrischen Flüchtlingsfamilie in der Kategorie Aktualität gewonnen.

Die Wahl dürfte der internationalen Jury nicht einfach gefallen ein. 221 Fotografinnen und Fotografen reichten insgesamt 3147 Bilder ein.

Der Fall der syrischen Familie hatte vergangenen Sommer Schlagzeilen gemacht. Die schwangere Frau hatte nach einer Rückführung durch die Schweiz nach Italien eine Fehlgeburt erlitten. Die Familie warf den Schweizer Grenzwächtern vor, nicht die nötige Hilfe erhalten zu haben. Die Militärjustiz leitete daraufhin eine Untersuchung ein. Genevay's Bilder entstanden im Nachgang zum tragischen Ereignis. Sie zeigen die trauernde Familie und das Grab des Kindes. Erschienen waren die Fotografien in der Westschweizer Zeitung "Le Matin Dimanche".

Die Auszeichnung «Swiss Press Photo» in der Kategorie Alltag wurde von Stephanie Borcard und Nicolas Metraux gewonne, die Kategorie Schweizer Reportagen von Helumt Wachter, die Kategorie Portrait von Flavia Leuenberger, die Kategorie Sport von Annick Ramp und die Kategorie Ausland von Jean Revillard. Herzliche Gratulation!

Zur Auswahl der prämierten Bilder >

 

«Pflanzenkunde» von Hans Hansen im Schwarzen Montag

30.03.2015

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Ohne Titel, 2007 - Photo by Hans Hansen

 

Der «Schwarze Montag» zeigt ab Montag, 30. März 2015, im Westflügel, Viaduktstrasse 21, 8005 Zürich, fünf grossformatige Bilder von Hans Hansen aus der Serie «Pflanzenkunde». Hans Hansen ist am Montag, 30. März 2015, zur Eröffnung ab 18 Uhr im Westflügel anwesend.

 

Zweifellos handelt die Fotografie von Hans Hansen von der Reduktion zur Einfachheit, fast schon zur Strenge. Doch damit wird man dem wohl bedeutendsten deutschen Produkt- und Sachfotografen unserer Zeit nicht gerecht. Hans Hansen rückt mit seinem Blick die Dinge ans Licht und schenkt ihnen ein Bild, auf dem wir erst wahrnehmen können, was diese Objekte, meist alltägliche Produkte, ausmacht.

Er verwendet eine ihm eigene Betrachtungsweise und Lichtführung, ein von ihm geschaffenes System von Ordnung und Anordnung. Mit einer unglaublichen Präzision vermag er damit das Wesen der fotografierten Objekte ins Zweidimensionale zu übersetzen, einfach und direkt, feinfühlig und ganz und gar sinnlich. Diese Gegenstände müssen fraglos eine Seele haben, die wir erst in Hansens Abbild in ihrer Poesie begreifen können.

Die im Schwarzen Montag gezeigten Bilder sind erst zum zweiten Mal überhaupt öffentlich zu sehen. Die «Pflanzenkunde» ist bis zum 2. Mai 2015 im Westflügel anzutreffen.

 

«Schwarzer Montag» im Westflügel, Viaduktstrasse 21, 8005 Zürich
www.schwarzermontag.ch  |  schwarzermontag@keystone.ch 

 

 

Der 19. vfg Nachwuchsförderpreis für Fotografie ist lanciert

18.03.2015

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Bis zum 30. April 2015 können Jungtalente ihre Fotoarbeiten zu einem frei wählbaren Thema beim vfg Nachwuchsförderpreis für Fotografie einreichen.

Eine professionelle Jury wird am 27. Juni 2015 im KEYSTONE Foyer aus allen Eingaben die zehn Besten auswählen. Die prämierten Arbeiten werden dann ab diesem Herbst in einer Wanderausstellung in Zürich, Lausanne, Winterthur, Basel und Stuttgart dem interessierten Publikum gezeigt.

KEYSTONE engagiert sich für talentierte Jungfotografinnen und Jungfotografen und unterstützt den Nachwuchs durch die Ausrichtung des Hauptpreises des vfg Nachwuchsförderpreises für Fotografie. Mit diesem Preis erhalten junge Fotografinnen und Fotografen eine Plattform, um ihre Arbeiten einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren.

Infos und Teilnahmebedingungen zum 19.vfg Nachwuchsförderpreis.

 

 

 

Der Schwarze Montag zeigt «Willi Ruge - Der Mann hinter der Kamera»

02.03.2015

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Image ID 210057012 - Photo by Willi Ruge | IBA-Archiv | KEYSTONE 

 

Der «Schwarze Montag» zeigt ab Montag, 2. März 2015, im Westflügel, Viaduktstrasse 21, 8005 Zürich, acht Bilder aus der Serie «Der Mann hinter der Kamera» von Willi Ruge.

 

Da gibt einer Anweisungen und man ist versucht, den Kopf etwas nach rechts zu rücken und ein Lächeln aufzusetzen. Willi Ruge ist der Mann hinter der Kamera und er ist gleichzeitig der Autor der Bilder. Auf jedem Bild ist er zusammen mit seiner Kamera sichtbar. Er gestikuliert, heftig und sanft, expressiv, wie die Stadt, die ihren Mörder sucht. Es sind Selbstporträts, nur verweisen sie nicht auf den Fotografierten selbst, sondern treten in einen lebhaften Dialog mit dem Betrachter und weisen ihn an, an etwas Nettes zu denken und nicht nervös zu werden.

Also gnädige Frau, denken Sie mal an etwas ganz Nettes.  – Ihr Köpfchen etwas nach rechts. – So, nun etwas höher. – Ja, schon ganz nett, gnädige Frau. – Bitte nicht nervös werden. – Aber warum wieder so ernst? – Nein, so geht das nicht. – Also fangen wir noch einmal an. – Lächeln, lächeln, lächeln, bitte. – Dürfte ich Sie etwas nach links bitten? – Sie haben doch einen entzückenden Mund. – Ganz vorzüglich. – Ja, ja, das ist die Stellung. – Aufnahme. – Verbindlichsten Dank, gnädige Frau.

Das Minenspiel von Willi Ruge (1892-1961) stammt aus den frühen 1930er Jahren. Es ist wenig zu Willi Ruge publiziert worden. Wir möchten auf einen Beitrag von Ute Eskildsen hinweisen, der soeben im Buch «OBJECT: PHOTO. Modern Photographs: The Thomas Walther Collection 1909-1949» erschienen ist.

Ute Eskildsen wird am 2. März 2015 im «Schwarzen Montag» anlässlich der Vernissage von «Willi Ruge – Der Mann hinter der Kamera» in das Werk von Willi Ruge einführen. Ute Eskildsen, die langjährige Leiterin der Fotografischen Sammlung am Museum Folkwang in Essen, ist Kuratorin namhafter Fotografie-Ausstellungen.

 

«Schwarzer Montag» im Westflügel, Viaduktstrasse 21, 8005 Zürich
www.schwarzermontag.ch  |  schwarzermontag@keystone.ch 

 

 



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