68er-Bewegung

Als Globuskrawall wird die Auseinandersetzung zwischen jugendlichen Demonstranten und der Polizei genannt, die am 29. Juni 1968 in Zürich stattfand. Diese Unruhen stehen in direktem Zusammenhang mit den europaweiten Jugendunruhen im Sommer 1968 und waren der Auftakt für die 68er-Bewegung in der Schweiz. Anlass für die Auseinandersetzungen war die Forderung nach der Einrichtung eines autonomen Jugendzentrums im als Provisorium errichteten Gebäude des Warenhauses Magazine zum Globus. (wp)


Möbel Pfister, Bunker Jugend, Wilhelm Tell und Teach-In - all dies und noch viel mehr verschmilzt im Mai 1971 an der sogenannten "HitFair" in Bern. Die Veranstalter bewerben die Veranstaltung als eine «Schweizer Informations- und Verkaufsmesse für junge Leute». Mit unseren Augen gesehen, wirken die Bilder dieser Jugendmesse von 1971 erheiternd bis verstörend. Warum? Vielleicht, weil hier so viel zugleich sichtbar wird, was wir ideologisch schon längst sauber getrennten Schubladen zugeteilt haben. Vielleicht auch, weil hier offenkundig wird, wie unmittelbar die politischen und revolutionären Anliegen der 68er-Bewegung in Individualisierung, Lifestyle und Konsum aufgehen. Schon damals gab es Widerstand. In einer Nachtaktion sprayen Kritiker auf eine Filmleinwand der "HitFair" die Worte: "Pop und Diskussion als Vorwand - Profit als Ziel". (luk)

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