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Fokus

Wer erinnert sich nicht an diese Plastikgucker des mechanischen Zeitalters. Durch Drücken auf einen kleinen Hebel rotierten Geschichten von Heidi, Pippi Langstrumpf oder Tempel und Paläste fremder Länder an unserem Auge vorbei. Auch da staunten wir schon über den Effekt der Stereoskopie, der diese Darstellungen im Innern der Apparatur zauberhaft plastisch erscheinen liess. Wie aber kommt diese Räumlichkeit zustande? Da der Mensch, wie alle Primaten und auch die meisten Raubtiere, durch ihre zwei nach vorne gerichteten Augen die Umwelt aus zwei zueinander leicht versetzten Blickwinkeln wahrnehmen kann, wird ein "räumliches Sehen" möglich, ohne dass dabei der Kopf in Bewegung gehalten werden muss. Die Stereoskopie - ein fotografisches Verfahren, welches das gleiche Sujet aus zwei leicht verschobenen Perspektiven ablichtet - spielt so mit unserem Sehvermögen und lässt Dinge oder Personen im Vordergrund vom Bildhintergrund abgehoben erscheinen. Wir möchten Ihnen hier eine kleine Auswahl solcher Doppel-Aufnahmen der KEYSTONE View Company aus unserem Archivbestand vorstellen. Entstanden zwischen 1856 und 1900 mit Sehenswürdigkeiten der Schweiz. Auch die Originallegenden sind aus heutiger Sicht spannend zu lesen und vermitteln in der zeitlichen Verschiebung beinah eine vergleichbare Räumlichkeit, wie der Blick durch den Gucker. (luk)


Am 25. Juli 1945, kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs, beginnt die friedliche Invasion der Schweiz durch US-Soldaten. Gut dreihunderttausend GI's bereisen auf Kosten ihrer Regierung im Verlauf mehrerer Jahre das Land. Mit ihren schnittigen Uniformen und den lockeren Umgangsformen sind diese US-Soldaten Vorboten der Amerikanisierung, die in der Schweiz der Nachkriegszeit eine kleine Kulturrevolution darstellt. (luk)

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