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In der Schweiz wurden jahrzehntelang viele Waisen, Scheidungskinder, uneheliche Kinder, Kinder von Fahrenden oder aus Armut verwahrloste Kinder in Heimen und als Verdingkinder fürsorgerisch fremdplatziert. Sie dienten oft bei Bauernfamilien als billige Arbeitskräfte. Häufig wurden diese Kinder ausgenutzt, misshandelt und missbraucht. Die hier gezeigten Bilder der Heim- und Verdingkinder machte der Fotograf Walter Studer für Reportagen in der "Schweizer Illustrierten Zeitung" der Jahre 1952 und 1954, ergänzt werden sie mit Bildern aus dem Photopress-Archiv von 1945. Am Freitag, den 19. Dezember, wird die "Wiedergutmachungsinitiative" für Opfer der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen eingereicht. Die Initiative verlangt neben einer wissenschaftlichen Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels der Schweizer Geschichte auch eine finanzielle Leistung an die Opfer für das erlittene Unrecht. (axa)


Im September 1982 wurde in Solothurn die "Gruppe Schweiz ohne Armee" (GSoA) gegründet und die Idee einer Volksinitiative mit der radikalen Forderung nach Abschaffung der Armee lanciert. Auf diese Weise sollte die verkrustete Auseinandersetzung um Reformen in der Armee aufgebrochen und die Diskussion um die "Heilige Kuh" Armee stimuliert werden. Nach einem intensiv geführten Abstimmungskampf wurde die Initiative am 26. November 1989 zwar abgelehnt, erzielte aber bei einer aussergewöhnlich hohen Stimmbeteiligung von fast 70% einen überraschend hohen Anteil von 36% Ja-Stimmen. In den Kantonen Jura und Genf wurde die Initiative sogar angenommen. (axa)

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